Verkehrssicherheitstag für Kinder: Kontrollen an Schulen mit Warnwesten

Die Aachener Polizei legt in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Unfälle unter Beteiligung der schwächsten Verkehrsteilnehmer: Kinder. Dies hatte sie bei der Bekanntgabe der Unfallstatistik für 2014 aufgrund der gestiegenen Anzahl von Kinderunfällen bereits bekannt gegeben.

Verkehrserziehung ist vor allem für i-Dötzchen wichtig (Foto: S. Hofschlaeger  / pixelio.de)

Verkehrserziehung ist vor allem für i-Dötzchen wichtig (Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Falsches Verhalten der Fahrzeugführer an Schulen wie überhöhte Geschwindigkeit und verbotswidriges Halten und Parken provoziert häufig brenzlige Situationen zwischen Kindern und Fahrzeugen und führt zu Unfällen. Deshalb kontrollieren die Beamten regelmäßig die Geschwindigkeit an Schulen und achten dabei auch auf Halte- und Parkverstöße.

„Diese Aktion widmen wir – die Beamtinnen und Beamten der Direktion Verkehr – ganz der Bekämpfung von Kinderunfällen im gesamten Gebiet der Stadt und Städteregion Aachen“, so Bernd Kleefisch, Leiter der Direktion Verkehr.

Bei den Kontrollen legen die Verkehrsexperten auch ihr Augenmerk auf die Kinder selber und weisen die Jungen und Mädchen immer wieder auf die enorme und allgemein unterschätzte Wichtigkeit des Tragens von reflektierender Kleidung oder Warnwesten hin.

Gemeinsam mit einigen Grundschulen haben die Aachener Polizisten dazu ein neues Projekt ins Leben gerufen. Um die Kinder zum Tragen von heller, sicherer Kleidung zu animieren, verteilen die Beamten „Belohnungskärtchen“ an diejenigen, die sie tragen. Hat ein Kind fünf Kärtchen gesammelt, gibt es zur Belohnung einmal hausaufgabenfrei.

Diese unkonventionelle Aktion ist bereits erfolgreich in einer Baesweiler Schule angelaufen und wird nach und nach auf weitere Grundschulen in Aachen und der Städteregion ausgeweitet. Sie kommt bei Kindern, Eltern und Schulen gleichermaßen gut an.

Das Tragen heller Kleidung ist so wichtig, weil es so einfach ist und Leben retten kann: Eindrucksvoll ist die Tatsache, dass ein mit Reflektoren ausgestattetes Kind bei schlechter Sicht bereits in einer Entfernung von 120 Metern zu erkennen ist – ein Kind ohne solche Reflektoren sieht der Autofahrer erst ab einem Abstand von 20 (!) Metern. Dieser Abstand ist meist viel zu gering, um noch rechtzeitig zu bremsen.

 

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