Trotz Warnwesten Anstieg der Radler-Unfälle

Auch unter den Radfahrern setzt sich der Trend zum Tragen einer Warnweste erfreulicherweise mehr und mehr durch. Trotzdem verzeichnet zum Beispiel die Augsburger Polizei einen Anstieg der Radler-Unfälle. Ist das Tragen einer Warnweste für Radfahrer also doch nicht so wichtig?

In Augsburg gab es im Jahr 2013 rund zehn Prozent weniger Radler-Unfälle als im Folgejahr 2014. Allein in der Bayerischen Stadt gab es 2013 dabei rund 590 Verletzte und sogar zwei Tote. Verständlicherweise zeigt sich die örtliche Polizei besorgt über diese Entwicklung und führt die hohe Zahl der Verletzten auf das Nichtragen eines Fahrradhelmes zurück. Doch wie erklärt sich die steigende Unfalltendenz bei dem zunehmenden Trend, auch beim Radfahren eine Warnweste zu tragen?

Trotz der steigenden Unfallzahlen bekräftigt die Polizei die Wichtigkeit von Warnwesten auch für Radfahrer und führt noch einmal vor Augen, dass ein dunkel gekleideter Mensch im Scheinwerferlicht erst in einer Entfernung von rund 25 Meter gesehen wird. Radfahrer mit Warnweste sind hingegen schon auf 140 m Entfernung von Autofahrern im Scheinwerferlicht gut erkennbar. Die steigende Zahl der Unfallopfer unter Radfahrern führt die Polizei in Augsburg hingegen nicht auf das Fehlen eine Warnweste, sondern auf das Nichttragen von Fahrradhelmen zurück.

Die Situation in Augsburg dürfte auch in anderen deutschen Städten ähnlich sein und sollte für alle Radfahrer verdeutlichen, dass ein Fahrradhelm überaus wichtig ist, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Doch auch die Warnweste sollte bei schlechtem Wetter und in den Abend- und Nachtstunden für jeden Radfahrer unbedingt dazugehören.

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