Populäre Helfer in Warnwesten

In der Dillinger Straße in Werting (Augsburg) wurde jetzt ein neuer Lotsendienst mit Warnwesten installiert, schreibt die „Augsburger Allgemeine“.

Die Lotsen wurden auch mit Kellen ausgestattet! (Foto: SCHAU.MEDIA  / pixelio.de)

Die Lotsen wurden auch mit Kellen ausgestattet! (Foto: SCHAU.MEDIA / pixelio.de)

Seit ein paar Monaten leuchten kurz vor 7.30 Uhr am frühen Morgen auf Höhe der Landbäckerei Helmschrott eine Verkehrskelle und eine Warnweste gut sichtbar auf. Jeden Morgen werden die Warnwesten von freiwilligen Schülerlotsen angezogen. Diese möchten auch in den frühen trüben Stunden die Schulkinder sicher über die Hauptverkehrsstraße führen.

Es ist der dritte Schülerübergang nach der Hans-Wertinger-Straße und der „Furt“ in der Josef-Frank-Straße auf Höhe der VR Bank, den die Stadt Augsburg mittlerweile mit entsprechenden Verkehrsschildern ausgestattet hat.

Damit soll der Schulweg für die Grundschüler noch sicherer gemacht werden. Durch die Mütter Brigitte Rogg und Ivonne Öttle wurde das ehrenamtliche Engagement mit Warnwesten ins Leben gerufen. Zwischen 7.20 und 8 Uhr morgens stehen die Schülerlotsen in Warnwesten und passen sich dem Eintreffen der Schüler an.

Die Eltern haben schon seit längerem an die Stadt appelliert, einen sicheren Übergang für die ganz jungen Schulbesucher auch an der Dillinger Straße zu initiieren. Bürgermeister Willy Leheier musste zuletzt konstatieren, dass die Stadt ohne den Warnwesten-Einsatz der Lotsen diesen Dienst nicht leisten könnten.

Während eines offiziellen Treffens mit den Müttern, der Polizei sowie den Schul-Stadtverantwortlichen sprach das Stadtoberhaupt den Schülerlotsen seinen Dank aus und freute sich darüber, dass nun auch an der Dillinger Straße seit Anfang des Jahres Schülerlotsen in Warnwesten für Sicherheit sorgen. „Es ist wichtig, dass vor allem für die iDötzchen aus den westlichen Stadtteilen ein sicherer Übergang eingerichtet werden konnte.“

Die Notwendigkeit dieser Aktion wurde durch einen Ortstermin mit allen Beteiligten noch einmal vor Augen geführt. Brigitte Rogg organisierte daraufhin genügend Freiwillige, um auch an der Dillinger Straße einen Notdienst mit Warnwesten zu mobilisieren. Rogg: „Es ist für uns dank guter Absprache kein Problem mehr, auch dort jeden Morgen einen Lotsen einzusetzen. Wird dieser einmal krank oder kann wegen einer Terminkollision den Service nicht übernehmen, sorgt er selbst für Ersatz.“

Die Freiwilligen haben eine Schulung besucht, um bei der Sicherheitshilfe keine Fehler zu machen. Bei der Verkehrspolizei Dillingen lernten sie das nötige Rüstzeug, außerdem wurden sie von der Kreisverkehrswacht mit Kellen und Warnwesten ausgestattet. Der stellvertretende Dienststellenleiter der Wertinger Polizeistation, Polizeioberkommissar Erwin Kalkbrenner, stellt klar: „Vor dem ehrenamtlichen Engagement der Eltern ziehe ich meinen Hut. Es ist für unsere Polizisten eine tolle Unterstützung.“

Über die Hilfe an der neuralgischen Stelle an der Dillinger Straße freut sich natürlich auch Verena Bürkner, die Rektorin der Wertinger Grundschule. Nach den ersten Wochen des Warnwesten Lotsenservice an der Dillinger Straße konnte Brigitte Rogg nur positive Reaktionen der Autofahrer vernehmen.

„Durch die Bank wird akzeptiert, dass wir dort mit Kellen und Warnwesten stehen. Diese Stelle ist für die Fahrer ein einsehbar.“ Der Leiter des Dillinger Ordnungsamtes, Karl Benz, versprach, dass die Mitarbeiter des Bauhofs auf dem Straßenbelag noch die entsprechenden Markierungen aufbrächten, sobald es die Witterung ermöglicht.

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