Polizeigewerkschaft fordert Warnwestenpflicht für Radfahrer

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Berlin (DPolG) fordert eine Warnwestenpflicht für Radfahrer ab Einbruch der Dunkelheit und heizt damit die Diskussion rund um eine Warnwestenpflicht für Fahrradfahrer erneut an.

Auf einer Fachtagung der Funkwagenfahrer entstand zusammen mit den Beamten der Verkehrsüberwachung in Berlin die Forderung nach einer Warnwestenpflicht für Radfahrer in der Dämmerung und nachts. Ausgehend von der Situation in Berlin geht die Gewerkschaft der Polizei davon aus, dass das Tragen von Warnwesten auch für die Radfahrer unbedingt verbindlich sein muss. So berichteten die Berliner Verkehrspolizisten davon, dass die Radfahrer vor allem nachts durch die Stadt rasen und das sogar häufig ohne Licht.

Auch wenn der Nutzen der Warnweste als Sicherheitsvorkehrung im Straßenverkehr bei schlechten Sichtverhältnissen von keiner Seite in Frage gestellt wird, lehnt der ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club) die Forderung der Polizeigewerkschaft kategorisch ab und sieht die weitaus besseren Sicherheitsvorkehrungen im Ausbau von Radwegen. Der ADAC steht der Idee ebenfalls skeptisch gegenüber und plädiert für „Freiwilligkeit“ anstatt „bürokratischer Warnwestenpflicht“.

Die Polizeigewerkschaft möchte mit ihrer Forderung zunächst einmal die politische Diskussion anregen und hofft dabei, dass es in Zukunft doch zu einer Warnwestenpflicht für Radfahrer kommt. Erste Reaktionen seitens der Grünen gab es inzwischen auch schon. Doch die sind nicht so positiv wie erhofft. So sehen die Politiker bei einer Warnwestenpflicht für Radfahrer vor allem organisatorische Probleme. Es bleibt also abzuwarten, ob die Forderungen der Polizei auf lange Sicht Erfolg haben werden.

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