Polizei in Bad Kissingen verschenkt Warnwesten

Gerade in der dunklen Jahreszeit, im Herbst und im Winter, ist es zunehmend schwieriger Fahrradfahrer, die sich oftmals auch dunkel kleiden, im Straßenverkehr rechtzeitig zu erkennen.

Deshalb hat die Polizei und die Kreisverkehrswacht in Bad Kissingen jetzt eine Aktion gestartet, die nicht nur nützlich ist, sondern auch Leben retten kann. Sie haben nämlich Warnwesten verschenkt. Das Online-Portal inFranken.de hat darüber berichtet.

So ist beispielsweise der Straßenverkehr in der Bad Kissinger Schönbornstraße gerade am frühen Morgen immer sehr stark ausgeprägt. Zwischen dem allmorgendlichen Berufsverkehr tummeln sich auch Roller-, Mofa- und Fahrradfahrer. Es fällt sofort ins Auge, dass fast alle sehr dunkel gekleidet sind.

Lediglich einer von zehn hat eine Warnweste an, um besser erkannt und gesehen zu werden. Grund genug für die Kreisverkehrswacht und die Polizei von Bad Kissingen eine Aktion ins Leben zu rufen, die auch Leben retten kann. Polizeihauptmeister Matthias Kleren und Polizeiobermeister Martin Kaiser postieren sich nämlich regelmäßig an der Ecke Bismarck- und Schönbornstraße, um kostenlos Warnwesten an die schlecht zu erkennenden Verkehrsteilnehmer zu verteilen. Wenn sie von der Polizei angehalten werden, sind Fahrrad-, Roller- und Mofafahrer natürlich erst einmal sehr überrascht und verwundert, warum sie schon am frühen Morgen mit der Polizei zu tun haben.

Dann erklären die beiden Polizisten erst einmal, dass Fahrrad-, Vespa- und Rollerfahrer im Straßenverkehr besser gesehen werden müssen. Schließlich tragen tatsächlich die meisten der angehaltenen dunkelbraune, beige oder schwarze Jacken, es fehlen Reflektoren, so dass bei der Morgendämmerung die Protagonisten kaum zu erkennen sind.

Einen Kuraufenthalt in Bad Kissingen macht beispielsweise zurzeit Radfahrerin Annette Werres. Die 56-jährige ist viel mit dem Fahrrad unterwegs. Sie stammt ursprünglich aus dem Westerwald und ist sehr erfreut über die Aktion der Polizei in ihrem Kurort. Auf dem Drahtesel erklärt sie: „Das ist sehr sinnvoll, so werde ich auf meinem Fahrrad jetzt auch besser und früher erkannt.“ Werres lässt sich von den Polizisten gerne die Warnweste anlegen. Dann fährt sie bestens ausgestattet und sicher wieder in die morgendliche Dämmerung.

Auch Daniel Mohr findet die Aktion der Polizei hervorragend. Der 42-jährige ist auf dem Weg zur Arbeit mit einer Vespa. Jetzt wollen ihm die Polizeibeamten eine Warnweste schenken. Als Polizeihauptmeister Matthias Kleren Mofafahrer Mohr zum Halten auffordert, hat der erst einmal Angst, nicht rechtzeitig an seinem Arbeitsplatz zu sein. Doch jetzt wird die Warnweste angelegt, das braucht eben seine Zeit.

Mohr sitzt sehr zufrieden auf seinem Vespa-Roller und erkennt: „Das ist sehr sinnvoll. Zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr ist hier viel Verkehr. Da ist es gut, wenn man rechtzeitig erkannt wird.“ Polizeiobermeister Martin Kaiser gibt Mohr noch den Tipp mit auf den Weg, dass die Warnweste generell im Straßenverkehr für eine bessere Sicherheit genutzt werden kann. Schnell düsst Mohr davon, schließlich will er pünktlich bei der Arbeit sein.

Innerhalb weniger Wochen führten die Kreisverkehrswacht und die Polizei von Bad Kissingen die Warnwesten-Aktion mehrmals durch, sie wird von Verkehrsteilnehmern bestens angenommen. So erkennt Matthias Kleren exemplarisch für viele schon aus der Ferne einen Radfahrer, den er nicht mehr anzuhalten braucht, da dieser die reflektierende Warnweste schon trägt.

Kleren erinnert sich an den fahrenden Verkehrsteilnehmer und weiß, dass dieser seine Warnweste bei einer der Aktionen in Bad Kissingen von der Polizei geschenkt bekommen hat. „Und heute hat er sie an!“, jubelt Kaiser. Aber es ist ja auch sehr sinnvoll, wenn man als Radfahrer bei Schmuddelwetter Warnwesten trägt – das kann wahrlich Leben retten.

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