„Herz für Kinder“, Deutsche Post und ADAC bringen Warnwesten mit

Die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“, die Deutsche Post und der Automobilclub ADAC statten deutschlandweit alle Schulanfänger mit Warnwesten aus, die in Gelb reflektierenden Leuchtstreifen daherkommen. Exemplarisch bekamen Schüler der St. Veit Schule in Mayen die ersten Sicherheitswarn Westen überreicht.

Deshalb verlief die fünfte Stunde für 29 i-Dötzchen der St. Veit Schule in Mayen in der Eifel nicht so wie herkömmlich. Nach der Pause ging es nicht wie sonst in den Klassenraum, sondern in die Aula. Dort bekamen die Schüler als erste im Bundesland Rheinland-Pfalz Sicherheitswarnwesten überreicht, die mit Leuchtstreifen ausgestattet sind. Außerdem gab es für jeden Teilnehmer einen Luftballon, einen Stundenplan, ein Malbuch und einen Plüschhasen.

Schulleiterin Simone Dumont-Knopp, Lehrer und Schüler wurden von Vertretern der Polizei und des ADAC Mittelrhein besucht, die mit der Verteilung der Warnwesten die „Aktion Sicherheitswesten“ im Land Rheinland-Pfalz an den Start brachten. Bundesweit sollten 770.000 Warnwesten an Schulanfänger mit auffälligen gelben Leuchtstreifen verteilt werden, in Rheinland-Pfalz waren es allein 35.000.

Auf den hohen Besuch waren die Erstklässler gut präpariert worden, sie sangen ein Lied und führten ein Tanz- sowie Laufspiel auf. Dieter Enders, Vorsitzender des ADAC Mittelrhein, hieß die Gäste, Lehrer und Schüler herzlich willkommen. Der ADAC berichtete, dass die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die jährlich im Straßenverkehr verunglückten seit 1997 von ca. 46.000 auf rund 29.000 zurückgegangen sei. Dies sei der guten Kooperation aller Beteiligten geschuldet, die sich um die Verkehrssicherheit kümmern. ADAC-Vorstandsmitglied Klaus Manns erklärte: „Im Straßenverkehr bilden Kinder die schwächsten Teilnehmer. Um sie besser zu wappnen, haben wir die Aktion der Sicherheitswesten vor drei Jahren ins Leben gerufen. Ein toller Erfolg für diese gemeinsame Aktion ist der Umstand, dass mittlerweile Erstklässler an fast allen deutschen Grundschulen Warnwesten zur Verfügung gestellt bekommen.“

Im Jahr 2012 wurden bundesweit 29.300 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr in Mitleidenschaft gezogen, 73 fanden bedauerlicherweise den Tod. Darunter waren 7.800 Grundschüler, für 20 kam auch hier jede Hilfe zu spät. Die Unfallzahlen steigen mit Schulzeitbeginn nach Ende der Sommerferien und in der dunklen Jahreszeit. Bis zum Mai schnellen die Unfallzahlen drastisch nach oben, die Zeit zwischen 7 und 8 Uhr in der Früh ist hier besonders gefährlich, oftmals nur deshalb, weil Kinder zu spät oder gar nicht erkannt werden. Trotzdem sind Kinder, die im Auto sitzen, immer noch der größten Gefahr ausgesetzt. Im Auto verunglückten zwei Drittel der Kinder unter sechs Jahren.

Nach der Übergabe der Warnwesten und im Anschluss an die eigene Aufführung war der Tag für die Grundschüler aus Mayen noch lange nicht vorbei, sie mussten noch für das offizielle Foto posieren, und dabei auch den richtigen Gesichtsausdruck an den Tag legen. Die Aufforderung „cheese“ zu machen, half dem Fotografen nicht viel, die Kinder riefen lautstark zusammen „Aaameisen schmeißen, Aaameisen schmeißen!“. Somit endete die fünfte Schulstunde mit viel Kurzweil und Spaß. Die Erwachsenen sind jetzt guter Hoffnung, dass dieser Aufwand auch dazu führt, dass die Schüler heil und gesund zur Schule kommen und auch wieder nachhause.

Dieser Beitrag wurde unter Verkehr abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.