Gute Taten mit Warnweste in Warstein

Die Prinzengarde von Warstein hat Altkleidersäcke gesammelt, eine Mitarbeiterin aus dem WAZ-Konzern hat dabei mitgeholfen.

Garde Warstein war mit Warnweste unterwegs (Foto: facebook)

Garde Warstein war mit Warnweste unterwegs (Foto: Facebook)

Elisa Sobkowiak erklärt, dass sie mit ihrer Familie schon oft gemeinsam Säcke geschnürt habe, die voll mit alten Kleidern gewesen seien, die nicht mehr angezogen wurden. Man habe sie entweder ins Recycling gegeben oder an bedürftige Menschen gespendet.

Mit dem Wurf in den Container hatte sich so die Sache unkompliziert und ohne Anstrengung gelöst. Jetzt wollte die freie Mitarbeiterin der „Westfalen Post“ mehr tun, und in jenen Job hinein riechen, bei dem Menschen regelmäßig gebrauchte Klamotten einsammeln.

Reporterin Sobkowiak saugte dabei nicht nur Informationen auf, sondern auch wichtige Erfahrungen. All das im Rahmen der „Westfalen Post“ Serie „Zeit für gute Taten vor Weihnachten“.

In den sechs Monaten, in denen sie für die Zeitung arbeitet, habe sie schon einiges erlebt. Wenn man denke, dass eigentlich nichts Merkwürdiges mehr passieren könne, da man sich schon so langsam ans Texte schreiben, Fotos machen und neue Leute kennen lernen gewöhnt habe, käme doch immer wieder etwas Überraschendes. Am ersten

Adventwochenende fuhr sie mit einer orangefarbenen Warnweste gemeinsam mit der Warsteiner Kolpingsfamilie durch die Straßen von Suttrop und Warstein. Zusammen mit der Prinzengarde stellte sich die Kolpingsfamilie der Herausforderung, Säcke, Kartons und Tüten von Altkleidern an Straßenrändern einzuholen.

Am Wochenende zuvor waren Sammeltüten und Infozettel zur Aktionsankündigung in einzelnen Geschäften, dem Bürgercenter und den Kirchen von Warstein ausgelegt worden. Für die Arbeit der Kolpingsfamilie soll der Erlös verwendet werden. Reporterin Sobkowiak fuhr also mit zwei Gardisten nach Suttrop. Zu Beginn der Tour standen wenig Säcke mit Altkleidern an den Straßenrändern, doch die Ladefläche habe sich mit fortschreitender Zeit immer mehr gefüllt.

Vor dem nächsten Termin hatte die Reporterin 1 h Zeit, immer wieder habe man am Straßenrand gehalten, um Kartons, Tüten und Säcke aufzuladen. Nach ein paar Stationen habe die Reporterin trotz geringer Körpergröße und wenig Kraft den Bogen raus gehabt, wie man die für sie schweren Kleidersäcke trotzdem relativ gut auf den Transporter gehoben bekam.

Die umliegenden Straßen der Schützenhalle und das Gewerbegebiet wurden abgeklappert, Endstation war dann an der Kreisstraße, die Stunde war ruckzuck verflogen. Die Reporterin ist sich nicht sicher, ob es sich hierbei wirklich um eine gute Tat gehandelt habe, da sie im Prinzip nur 1 h ihrer Zeit opferte, während viele Menschen den ganzen Tag regelmäßig mit Warnweste ausgestattet dieser Arbeit nachgehen.

Sobkowiak hofft, dass sie den beiden Gardisten ein wenig unter die Arme greifen konnte, und sie nicht nur ihrer Arbeit behindert habe. Sie war sich sicher, dass die beiden den Rest der Sammelstrecke auch ohne ihre Unterstützung gut geschafft haben. Für sie sei es auf jeden Fall eine lustige Angelegenheit gewesen, sich mit einer Warnweste auf die Suche nach Säcken mit Altkleidern zu machen, was an einem Dezembermorgen sicherlich nicht viele Menschen tun.

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