Unfall im Urlaub – nicht nur auf Warnweste achten!

Wenn es im Ausland einen Crash gibt, wissen viele Autofahrer nicht, wie sie sich verhalten sollen. Es kommt nicht nur darauf an, eine Warnweste dabei zu haben, zuhause müssen die Schäden auch richtig reguliert werden.

 

Bei Unfall im Ausland muss einiges beachtet werden (Foto:  romelia  / pixelio.de)

Bei Unfall im Ausland muss einiges beachtet werden (Foto: romelia / pixelio.de)

In einem Dorf bei Neapel knallt der Hintermann in dichtem Stadtverkehr hinten drauf und schiebt das Auto der Touristen auf das vor ihnen fahrende Fahrzeug! Was jetzt am besten zu tun ist, erklären die Juristen des ADAC.

Zuerst einmal muss die Unfallstelle gesichert werden, denn auch im Ausland gilt wie in der Heimat: Sofortiges Anhalten, Anlegen der Warnwesten, Absichern der Unfallstelle mit Warndreieck und Versorgung potentieller Verletzter.

Sind schlimmere Personenschäden einhergegangen, muss der Rettungsdienst alarmiert werden. Des weiteren sollte man Beweise wie möglichst viele Daten des Unfallgegners, Fotos und Zeugenanschriften sammeln, denn so kann die Schadensregulierung besser die Tat umgesetzt werden.

In Frankreich und Italien findet man die Versicherungsinformation des Unfallgegners an der Windschutzscheibe auf einer Plakette. Im Handschuhfach sollte man den Europäischen Unfallbericht immer zur Hand haben, er verfügt über mehrsprachige Formulare.

Das gleiche gilt für die Grüne Kfz-Versicherungskarte. Mit seiner Versicherung sollte man vor Reisestart abklären, ob die Grüne Versicherungskarte auch in Nicht EU-Ländern wie der Türkei oder Montenegro gültig ist.

In vielen Ländern fährt Polizei bei kleinen Blechschäden erst gar nicht raus. Polizei, Carabinieri, Polícia Local & Co. sollten allerdings dann gerufen werden, wenn es Verletzte gibt, Ärger mit den anderen Unfallbeteiligten oder bei hohem Sachschaden.

Blechschäden können innerhalb der EU ganz bequem von zuhause aus geregelt werden, hier ermittelt der Ruf der Autoversicherer (0800-2502600) den Schadensregulierer der Versicherung des ausländischen Unfallteilnehmers. Kommt es zu Personenschäden, sollte allerdings am besten schon vor Ort ein Jurist eingeschaltet werden. In vielen europäischen Ländern besitzt der ADAC Vertrauensanwälte.

 

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