Warnwesten als Arbeitskleidung – wie groß darf der Firmenaufdruck sein?

In vielen Arbeitsbereichen ist das Tragen von Warnwesten bei der Arbeit ein Muss. Die Westen werden in aller Regel von den Firmen gestellt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie oftmals gleichzeitig auch zu Werbezwecken das Firmenlogo oder den Firmennamen tragen sollen. Doch wie groß darf der Firmenaufdruck sein?

Vor allem im Straßenbau, bei Straßenreinigungsarbeiten, bei Forstarbeiten, der Müllbeseitigung und Arbeiten auf dem Bau sind Warnwesten eine vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahme für die Beschäftigten. Anders als für die Autofahrer besteht durch die Arbeitsschutz- und Unfallschutzverordnungen für Beschäftigte eine Tragepflicht. Die vorgeschriebenen Warnwesten werden den Beschäftigten daher in aller Regel von den Unternehmen zur Verfügung gestellt und sollen neben der Sicherheit der Mitarbeiter meist auch als Werbemittel für das Unternehmen dienen. Doch Beschriftungen und Firmenlogos sind nur in ganz bestimmten Abmessungen zulässig.

Für berufliche Warnkleidung und Warnwesten gibt es insgesamt 3 Sicherheitsklassen, von denen die Klasse 3 die beste Sichtbarkeit gewährleistet. Die Warnwesten bestehen aus einem fluoreszierenden Hintergrundmaterial, welches vor allem für eine gute Sichtbarkeit bei Tage sorgt sowie aus retroreflektierendem Material, das bei Dunkelheit die Sicherheit erhöht. Für alle drei Sicherheitsklassen gibt es nach DIN EN 471 eine genaue Tabelle, in der die maximale Größe von Beschriftungen und Aufdrucken zu Werbezwecken geregelt ist. So dürfen etwa auf einer Warnweste der Sicherheitsklasse 3 nur 0,80 % der Fläche aus fluoreszierendem Material und 0,20 % der retroreflektierenden Fläche zur Werbung genutzt werden. Diese genauen Maßangaben beziehen sich immer auf Westen der kleinsten Größe.

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