Besondere Sicherheitsmaßnahmen bei der Beförderung von Fahrgästen mit Handicap

Für gewerblich genutzte Fahrzeuge besteht genau wie für Privatfahrzeuge die Warnwestenpflicht. Taxifahrer und Fahrer sonstiger Fahrdienste müssen also genau wie jeder private Autofahrer eine Warnweste mitführen und diese im Pannenfall oder bei einem Unfall auch tragen. Doch wie sieht es aus, wenn Taxifahrer oder Fahrdienstunternehmer einem Fahrgast mit Handicap beim Ein- und Aussteigen helfen?

Auch für Taxis und Fahrdienstfahrzeuge ist in der Straßenverkehrsordnung lediglich die Mitführpflicht für Warnwesten verankert. Die Fahrer müssen diese im alltäglichen Fahrdienst von Seiten des Gesetzes also keineswegs tragen. Dies gilt auch bei der Beförderung von Fahrgästen mit Handicap. Andererseits hat jeder Unternehmer die Pflicht, die Gefährdung seiner Mitarbeiter insbesondere bei solchen Einsätzen zu beurteilen und soweit wie möglich zu minimieren. Daher kann das Taxi- oder Fahrdienstunternehmen seinen Fahrern durchaus zwingend vorschreiben bei der Beförderung von Fahrgästen mit Handicap aufgrund der besonderen Gefährdung eine Warnweste zu tragen, wenn sie den Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen behilflich sind.

Unabhängig von der Gesetzeslage und der Weisungsbefugnis der Fahrdienstunternehmen rät die BG Verkehr allen Fahrern dazu, die Warnweste freiwillig zu tragen, wenn gehandicapte Fahrgäste an Bord sind. Bei schlechten Sichtverhältnissen und vor allem nachts sollte dies für jeden Fahrer eine Selbstverständlichkeit sein, denn gehandicapte Menschen brauchen meist länger, um in und aus dem Fahrzeug zu steigen, sodass es derweil auch für den Fahrer weitaus häufiger zu gefährlichen Situationen kommen kann. Als weiteren Rat zur Sicherheit von behinderten Fahrgästen und Fahrern empfiehlt die Berufsgenossenschaft Verkehr, die Fahrgäste nur an der vom Verkehr abgewandten Seite ein- und aussteigen zu lassen.

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