Warnwesten im Einsatz für den Tierschutz

Wer sich derzeit über die vielen Menschen mit Warnwesten am Straßenrand wundert, hat nicht immer nur sicherheitsbewusste Fußgänger oder Autofahrer nach einer Panne entdeckt. Es könnte sich dabei auch um fleißige Helfer bei der Krötenwanderung handeln, denn jetzt herrscht für die Tierschützer gerade Hochsaison und für sie ist eine Warnweste der beste Schutz bei ihren Einsätzen.

Sobald es zum Frühlingsbeginn wieder wärmer wird, beginnt vielerorts die alljährliche Krötenwanderung. Die Tiere machen sie haufenweise auf den zum Teil kilometerlangen Weg vom Winterquartier zum Laichplatz, um dort für Nachwuchs zu sorgen. Sobald es dämmert, beginnen die Tiere mit ihrer Wanderung und fallen dabei zu Tausenden dem Autoverkehr zum Opfer. Zum Glück kümmern sich vielerorts fleißige Tierschützer darum, die Verluste möglichst gering zu halten und betätigen sich als Krötensammler, um die Tiere sicher und wohlbehalten über die Straße zu bringen. Die Tiere werden am Straßenrand in Eimern gesammelt und darin sicher über die Straße getragen. Da Kröten und andere Amphibien vor allem abends und nachts auf Wanderschaft gehen, sind die Helfer nicht nur mit einem Eimer, sondern auch mit Taschenlampen ausgerüstet. So können sie die Tiere leichter finden und vor den vorbeifahrenden Autos retten.

Doch nicht nur die Sicherheit der Kröten steht zur Zeit der Krötenwanderung auf dem Spiel. Die Helfer denken selbstverständlich auch an die eigene Sicherheit. Daher gehört eine Warnweste genau wie der Eimer und die Taschenlampe für jeden Krötensammler zur Grundausstattung. Wer also zurzeit Menschen mit Warnwesten am Straßenrand entdeckt, sollte dabei auch daran denken, dass es sich um Krötensammler handeln könnte und auch zum Wohl der Amphibien langsam fahren. Die Tierschützer sind sich einig: Viele Autofahrer passen auf und gehen vom Gas, doch gibt nach wie vor auch welche, die das Tempo nicht drosseln und damit Mensch und Tier gefährden.

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