Sonstige Verwendung von Warnwesten

Warnwesten retten nicht nur im Straßenverkehr Leben, sondern können auch in weiteren Bereichen eingesetzt werden, wo es darum geht, dass die Person gesehen wird. Sie kommen zum Einsatz bei der Bergwart, bei Sportveranstaltungen, bei Sportlern und bei Organisationen, Verbänden und Behörden.

<h3>Warnwesten als Funktionskennzeichnung</h3>

Im Baugewerbe, wo Helmpflicht besteht, werden von den Personen, je nach ihrer Funktion, unterschiedliche Helmfarben getragen. Dies kann auch durch eine unterschiedliche Farbgebung von Warnwesten oder Warnbekleidung dargestellt werden. Sogenannte Kennzeichnungswesten kommen beispielsweise bei Organisationen oder Behörden zum Einsatz, die Sicherheitsaufgaben erfüllen. Schnell ist zu erkennen, wer zu den Führungskräften gehört.

 <h3>Warnwesten, die außerhalb des Straßenverkehrs eingesetzt werden</h3>

Außerhalb des Straßenverkehrs kommen Warnwesten für die bessere Erkennbarkeit beispielsweise auf Flughäfen, in Hafengebieten, bei der Eisenbahn oder auf Baustellen zum Einsatz. Die Warnfunktion wird durch die Tageslichtfarbe und die reflektierenden Streifen gewährleistet. Aber auch Ordner in Stadien oder Pressefotografen sind mit Warnwesten ausgestattet. Durch die Westen heben sie sich schnell und einfach von der Masse der Besucher ab. Auf Flughäfen oder im Hafengebiet dienen sie als zusätzliche Sicherheit, um schneller und besser gesehen zu werden.

<h3>Warnwesten bei sportlichen Aktivitäten</h3>

Warnwestenpflicht besteht beispielsweise bei Veranstaltungen wie einer Gemeinschaftsjagd. Dies ist festgeschrieben im § 4 Abs. 12 der Unfallverhütungsvorschriften. Darin ist festgelegt, dass nicht nur die Treiber und Jäger mit Warnwesten ausgestattet sein müssen, sondern auch die Hunde, die im Einsatz sind. Durch die Warnwesten der Hunde lassen sie sich bei Treibjagden besser vom Wild unterscheiden.

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Warnwesten im Test

Im Notfall können sich Autofahrer nicht auf alle Warnwesten verlassen, die angeboten werden. Dies zeigten unterschiedliche Produkttests, die von unterschiedlichen Institutionen durchgeführt wurden. Eine der Institutionen war das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Getestet wurden 13 Warnwesten von unterschiedlichen Herstellern mit teils erschreckenden Ergebnissen. Vier der Westen entsprachen nicht der EN 471 bzw. der EN ISO 20471 Klassifizierung und erhielten in der Beurteilung ein „mangelhaft“. Zwei Warnwesten erfüllten nicht die reflektierende Wirkung, wodurch die frühzeitige Sichtbarkeit deutlich eingeschränkt war.

Das Resultat des Tests zeigte deutlich, dass nur sieben Warnwesten für den Einsatz im Straßenverkehr wirklichen Nutzen bringen. Diesen sieben Modellen wurde ein optimales Reflektieren bei Tageslicht bescheinigt. Zudem boten die Reflexstreifen ein optimales Reflektieren des einfallenden Lichts in der Dunkelheit. Im Test wurde auch genau geprüft, ob die Hintergrundfläche und die Reflexstreifen der EN ISO Norm entsprechen.

Bei der Anschaffung einer Warnweste sollte darauf geachtet werden, dass diese der EU-Norm entspricht. Wer unsicher ist, kann sich auf dem Etikett an der Innenseite der Weste versichern. Dort wird die Norm aufgeführt. Die Warnwesten des ADAC wurden mit einem gut ausgezeichnet, da sie über die wichtigen Eigenschaften einer Warnweste verfügen. Aber auch Warnwesten aus Baumärkten oder von Tankstellen erfüllen mitunter die EU-Richtlinien.

Fazit

Warnwesten gibt es schon für ein paar Euro zu kaufen. Wichtig ist, dass sie der EU-Norm entsprechen. Die Warnwesten sorgen für optimale Sicherheit bei einem Unfall oder einer Panne. Denn nur wer frühzeitig gesehen wird, macht frühzeitig auf sich aufmerksam. In Deutschland ist nur eine Warnweste Pflicht. Sinnvoll ist aber die Anschaffung dieser Lebensretter für jeden Insassen des Fahrzeugs.

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Aufbewahrung von Warnwesten

Durch die herannahende Warnwestenpflicht in Deutschland macht sich fast jeder Autofahrer Gedanken darüber, wo der beste Aufbewahrungsort im Fahrzeug für die Warnweste ist. Meist wird sie zusammen mit dem Erste Hilfe Kasten und dem Warndreieck im Kofferraum deponiert. Um die Warnweste aber direkt einzusetzen, muss der Fahrer bei einer Panne oder einem Unfall das Fahrzeug erst einmal verlassen, um die Weste überstreifen zu können. Sinnvoller ist daher die Aufbewahrung im Innenraum des Fahrzeugs.

Manche Autofahrer hängen die Warnweste einfach über den Fahrer- oder Beifahrersitz. Dort ist sie zwar schnell erreichbar, aber auch der intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt, die das Material negativ beeinflussen kann. Die Warnweste verliert in recht kurzer Zeit ihre fluoreszierenden Eigenschaften und dadurch ihre Schutzwirkung. Zudem können die Westen bei einem Unfall den Airbag behindern, der in den Sitzen angebracht ist.

Der richtige Aufbewahrungsort

Die Warnweste sollte so aufbewahrt werden, dass sie jederzeit schnell und einfach genutzt und bei einer Panne oder einem Unfall übergestreift werden kann. Wer auf Autobahnen oder Landstraßen liegen bleibt, sollte vor Verlassen des Fahrzeugs die Weste anlegen. Perfekt für die Aufbewahrung einer Warnweste eignet sich beispielsweise das Handschuhfach. In vielen Fahrzeugen ist diese Ablagefläche in zwei Fächer aufgeteilt und bietet genügend Stauraum. Zudem ist das Handschuhfach schnell und sicher zu erreichen. Die Warnweste ist vor starker Sonneneinstrahlung geschützt und behält ihre fluoreszierende Wirkung. Ein weiterer Platz für die Warnweste sind die Seitenfächer, die an den Türen angebracht sind. Diese sind auch schnell zu erreichen und schützen die Warnweste ebenfalls vor Sonneneinstrahlung.

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Warnwestenpflicht für Motorradfahrer in Europa

Die Sommerzeit ist die ideale Zeit für alle Biker. Manch einer plant sogar eine große Urlaubsreise mit dem Motorrad. In Deutschland gilt seit dem 01. Juli 2014 die Warnwestenpflicht für alle Pkws. Motorradfahrer sind davon ausgenommen. Doch wie sieht es im europäischen Ausland aus?

Ähnlich wie für Pkws herrschen auch für Motorräder im europäischen Ausland unterschiedliche Regelungen in Bezug auf die Warnwestenpflicht. Hierzulande freuen sich viele Biker darüber, dass sie noch von der Warnwestenpflicht ausgenommen sind. Doch in Belgien, Bulgarien, Kroatien, Luxemburg, der Slowakei und Ungarn müssen auch sie nach einem Unfall oder bei einer Panne eine Warnweste tragen. Wer gegen die landeseigenen Regelungen verstößt, muss zum Teil mit erheblichen Geldbußen rechnen. Während in Bulgarien ein noch moderates Bußgeld von 25 Euro zu erwarten ist, werden Motorradfahrer in Luxemburg, der Slowakei und Ungarn mit Bußgeldern bis zu 150 Euro rechnen müssen. In Kroatien begeben sich Motorradfahrer ohne Warnweste auf unsicheres Terrain, denn die genaue Höhe der erhobenen Bußgelder ist offiziell nicht bekannt. Spitzenreiter unter den europäischen Ländern mit Warnwestenpflicht für Motorradfahrer ist Belgien. Hier kann es mit bis zu 1400 Euro richtig teuer werden.

Wer hingegen eine Motorrad-Tour durch Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Rumänien, Serbien, Slowenien oder Spanien plant, muss sich keine Sorgen in punkto Bußgeld machen. Hier sind, genau wie in Deutschland, Motorradfahrer von der Warnwestenpflicht ausgenommen. Doch trotz aller Freude – auch für Motorradfahrer ist das Tragen von Warnwesten nach einem Unfall oder bei einer Panne weitaus sicherer und kann lebensrettend sein. Daher sollten auch Biker auf einer Tour durch eines dieser Länder auf das Mitführen einer Warnweste nicht verzichten. Warnwesten sind federleicht und nehmen wenig Platz ein, sodass sie auch im vollsten Staufach noch einen Platz finden.

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Keine kostenlosen Warnwesten von der Bußgeldstelle!

Die Warnwestenpflicht ist nun schon seit mehr als einem Monat in Kraft. Rund um den Einführungstermin gab es diverse Aktionen, bei denen kostenlose Warnwesten an interessierte Autofahrer verteilt wurden. Nun kursieren Spam-Mails, die kostenlose Warnwesten von der Bußgeldstelle versprechen.

Seit 01.07. gilt nun auch in Deutschland die Warnwestenpflicht. Vor allem rund um den Einführungstermin gab es verschiedene Aktionen, bei denen kostenlose Warnwesten an Autofahrer, Schüler oder Kindergartenkinder verteilt wurden. Darüber, dass Warnwesten nicht nur Autofahrern das Leben retten können, sind sich Bundesregierung, Polizei, TÜV und Dekra, Automobilclubs und der Großteil der Bevölkerung einig. Kinder sind im Straßenverkehr in besonderem Maße gefährdet. Deshalb sind Warnwesten für Kindergarten- und Schulkinder ein wirksames Mittel, damit die Kinder sicher zur Schule oder in den Kindergarten kommen. Um das allgemeine Bewusstsein für die Nützlichkeit von Sicherheitswarnwesten zu stärken, wurden vor allem kurz vor dem Beginn der Warnwestenpflicht allerorts kostenlose Warnwesten von verschiedenen Institutionen und Unternehmen verteilt. So gab es für Autofahrer eine kostenlose Weste bei der Dekra. Der ADAC und auch die Deutsche Post verteilten Gratis-Warnwesten für Kinder. Nun kursieren Spam-Mails im Internet, in denen eine kostenlose Warnweste von der Bußgeldstelle versprochen wird.

Die Warnwestenpflicht fällt zwar seit dem 01. Juli auch in den Aufgabenbereich der Bußgeldstellen, denn es droht ein Bußgeld von 15 Euro, wenn keine Warnweste im Auto mitgeführt wird – doch kostenlose Westen geben die Bußgeldstellen nicht heraus. Was genau hinter den aufgetauchten Emails der angeblichen Bußgeldstelle steckt, weiß man bis jetzt noch nicht. Es ist jedoch zu vermuten, dass die Urheber dieser Mail an die Kontaktdaten der angemailten Personen herankommen wollen. Sollten Sie eine solche Email erhalten, in der Sie aufgefordert werden, eine kostenlose Weste anzufordern, sollten Sie weder Links anklicken, noch auf diese Email reagieren. Das Löschen der Email ist die beste Strategie, um vor sich dem Abgreifen der persönlichen Kontaktdaten zu schützen. Wer bislang noch keine Warnweste hat, sollte sich diese dennoch besorgen. Warnwesten gibt es vielerorts für ein paar Euro.

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Funktion einer Warnweste

Zwei verschiedene Funktionen vereinen sich in einer Warnweste, die dazu beitragen, die Erkennbarkeit von Personen im Straßenverkehr deutlich zu verbessern. Während des Tages erscheinen die Leuchtfarben der Westen besonders hell, da das einfallende Tageslicht die Farbe intensiv hervorhebt. Dies geschieht durch die Fluoreszenz der UV-Strahlen, die in sichtbares Licht umgewandelt werden. Kommt eine Warnweste in der Dämmerung oder bei schlechten Lichtverhältnissen zum Einsatz, funktioniert der Leuchteffekt der Reflexstreifen besonders gut. Dieses begründet sich auf dem hohen Anteil des kurzwelligen Lichts.

Durch die reflektierenden Elemente, über die eine Warnweste verfügen muss, wird auch eine gute Sichtbarkeit bei Dunkelheit gewährleistet. Das einfallende Licht wird durch die Streifen in Richtung der Lichtquelle zurückgeworfen. Um eine Warnfunktion zu erreichen, sollte sich der Träger der Weste in der Nähe einer Lichtquelle befinden, die den Bereich ausleuchtet. In den Abend- und Nachtstunden können dafür die Scheinwerfer des Fahrzeugs genutzt werden. Wenn keine Lichtquelle vorhanden ist, wird ein Reflektieren der Warnstreifen dadurch herbeigeführt, wenn sich ein weiteres Fahrzeug dem Hindernis nähert. Schnell erkennt der Fahrer, dass Vorsicht geboten ist.

Um die optimale Funktion der Warnweste zu erreichen, ist es sinnvoll, die Weste im vorderen Bereich zu verschießen. Dieses erfolgt über die vorhandenen Klettverschlüsse oder aber über einen integrierten Reißverschluss. Durch die hohe Erkennbarkeit sind die Personen durch den herannahenden Verkehr schneller zu erkennen, da die anderen Autofahrer frühzeitig gewarnt werden und ihren Fahrstil den veränderten Gegebenheiten anpassen können.

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Farbenfrohe Warnwesten

Seit Juli herrscht auf Deutschlands Straßen Warnwestenpflicht und wer das Kleidungsstück, das die Sichtbarkeit erhöhen soll, dann nicht dabei hat, muss eine Geldstrafe in Höhe von 15 € einkalkulieren, was in Relation mit den europäischen Nachbarländern geradezu als Schnäppchen anmutet. Wer geglaubt hat, dass die neonfarbenen Warnwesten in den Kofferraum des Fahrzeugs gehören, liegt aber falsch.

Mittlerweile kann man sie überall kaufen, in Einheitsgröße, Neonfarben, grün oder gelb und in Plastik verschweißt. Die einfachen Leibchen ohne Ärmel, die man überall verstauen kann, werden hauptsächlich in den Standardgrößen M bis XL offeriert. Seit Juli gilt in Deutschland die Warnwestenpflicht, seitdem gehen die eingeschweißten Päckchen weg wie „geschnitten Brot“. Händler erklären, dass sogar Luxus-Ausführungen mit Reißverschluss und Täschchen reißenden Absatz finden.

Die Polizei achtet auf die Einhaltung der Warnwestenpflicht (Foto: NicoLeHe  / pixelio.de )

Die Polizei achtet auf die Einhaltung der Warnwestenpflicht (Foto: NicoLeHe / pixelio.de )

Jeder Autofahrer muss seit 1. Juli mindestens eine Warnweste im Fahrzeug vorweisen können, ansonsten droht ihm ein Bußgeld von 15 €. „Unabhängig von der Zahl der mitreisenden Personen muss mindestens eine Warnweste vorhanden sein“, sagt ADAC-Verkehrsexperte Otto Saalmann. „Die Westen sind orange, grün oder gelb und müssen eine bestimmte DIN-Norm vorweisen, allerdings kenne ich keine Weste, die nicht über diese Norm DIN N-471 verfügt.“

Der ADAC Mann rät Autofahrern allerdings, je Passagier mindestens eine weitere Weste einzupacken, da ja bei einer Panne oder einem Unfall alle Insassen das Fahrzeug verlassen müssten.

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Warnweste für den Pkw

Ab 1.7.2014 tritt in Deutschland die Regelung in Kraft, dass alle PKWs mit einer Warnweste ausgestattet sein müssen, unabhängig von der Personenzahl, die mit dem Fahrzeug befördert wird. In Deutschland betrifft die Warnwestenregelung nicht nur PKWs, sondern auch LKWs, Busse, Motorräder sowie Wohnmobile. Bei einer Kontrolle ist der Fahrer dazu verpflichtet, die Warnweste vorzuzeigen. Kontrolliert wird nicht nur das Vorhandensein, sondern auch, ob die Weste der EN ISO Norm entspricht. Wenn dieses nicht der Fall ist, wird ein Bußgeld verhängt. Die Warnwesten werden zurzeit überall angeboten, doch gibt es wichtige Dinge, die bei der Anschaffung zu berücksichtigen sind.

Die richtige Warnweste

Nicht alle Warnwesten entsprechen den Grundlagen, die durch die EN-Zertifizierung festgelegt wurden. Daher sollte darauf geachtet werden, dass die Westen nach DIN EN 471 bzw. EN ISO 20471 zertifiziert sind.

Diese Normen legen fest, dass die Westen über eine Tagesleuchtfarbe in Rot, Gelb oder Orange verfügen und zusätzlich rundum mit retroreflektierenden Streifen ausgestattet sein müssen. Durch die leuchtende Farbe ist die Person bei Tageslicht schneller erkennbar. Bei Dunkelheit reflektieren die aufgebrachten Streifen das Licht eines herannahenden Fahrzeugs. Der Fahrer erkennt frühzeitig, dass vor ihm eine Gefahrenstelle liegt.

Warnwesten, die den EU-Richtlinien entsprechen können über den Automobil-Club, an Tankstellen, im Fachhandel oder im Internet erworben werden. Die Anschaffungskosten bewegen sich zwischen 5 und 15 Euro. Im Gegensatz zu den Bußgeldern, die sowohl in Deutschland, wie auch im europäischen Ausland anfallen, ist die Anschaffung erschwinglich.

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Einsatz von Warnwesten und Warnbekleidung im Beruf

Warnwesten sind ein unverzichtbares Utensil, wenn es darum geht, besser gesehen zu werden. Daher kombiniert eine Warnweste zwei unterschiedliche Funktionen miteinander. Durch die Verwendung von Tagesleuchtfarbe wird das Tageslicht besonders reflektiert. Die UV-Strahlen werden durch Fluoreszenz in sichtbares Licht umgewandelt, wodurch die Farbe deutlich mehr Leuchtkraft erhält. Perfekt funktioniert die Umsetzung bei schlechteren Wetterverhältnissen oder in der Dämmerung, wenn der Anteil des kurzwelligen Lichts bedeutend höher ist.

In der Dunkelheit wird das Licht, welches auf die reflektierenden Elemente einstrahlt, zurückgeworfen. Um diese Warnfunktion zu nutzen, sollte sich der Träger der Warnweste im Bereich Lichtquelle aufhalten. Bei einer Autopanne kann für das Anleuchten das Abblendlicht genutzt werden. Damit die gewünschte Sichtbarkeit erreicht wird, sollte die Warnweste vorne geschlossen werden. Diese ist über die vorhandenen Klettverschlüsse an der Vorderseite schnell bewerkstelligt.

Einsatzbereiche von Warnwesten

Sowohl LKW-Fahrer wie auch Polizei, Rettungsdienste und Arbeiter im Straßenbau tragen Warnwesten, um besser gesehen zu werden. Weitere Bereiche, in denen Warnwesten zum Einsatz kommen, sind Bereiche, wo eine gute Sichtbarkeit wichtig ist. Dazu gehören auch die Gleisarbeiter oder Bedienstete von Städten und Kommunen, die im fließenden Verkehr ihre Arbeit verrichten.

Geregelt wurde der Einsatz von Warnwesten in Gewerbebetreiben durch die Unfallverhütungsvorschriften der jeweiligen Berufsgenossenschaft. Geregelt ist die Vorgabe im BGV im Abschnitt D 29. Mindestens eine Warnweste muss für jeden Versicherten vorhanden sein, wenn gewerbliche, maschinell genutzte Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Ab dem 01.07.2014 tritt die Regelung ein, dass auch bei Fahrzeugen wie beispielsweise Bussen, PKWs, Motorädern und Wohnmobilen eine Warnweste mitgeführt werden muss.

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Kann das Nichttragen von Warnwesten den Versicherungsschutz gefährden?

Seit dem 1. Juli gibt es auch in Deutschland die Warnwestenpflicht. Das sollte inzwischen jeder Autofahrer wissen. Doch wie wirkt sich das Nichttragen einer Warnweste im Pannenfall auf den Versicherungsschutz aus? Alina Schön, Pressesprecherin des GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherer) gibt Auskunft zu den einzelnen Versicherungssparten.

Seit die Warnwestenpflicht in aller Munde ist, hört man immer wieder davon, dass das Nichttragen einer Warnweste bei einer Panne oder nach einem Unfall den Versicherungsschutz gefährdet. Interessant könnte diese Frage direkt für mehrere Versicherungssparten sein. Infrage käme die Kfz-Haftpflicht, die Unfall-, Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsversicherung. Alina Schön vom GDV gab im Interview die wichtigsten Antworten zu dieser Frage.

In der Unfall-, Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsversicherung spielt grundsätzlich der Grad des Eigenverschuldens keine Rolle. Das bedeutet, auch beim Nichttragen einer Warnweste erhält der Geschädigte die entsprechenden Versicherungsleistungen. In der Kfz-Haftpflicht können allgemein unberechtigte Ansprüche gegen den Versicherungsnehmer abgewehrt werden. Ein Mitverschulden des Geschädigten kann dazu führen, dass Schadenersatzansprüche entweder ganz entfallen oder nur in geringerem Umfang bestehen. In allen Versicherungssparten gelten zudem die individuellen Versicherungsklauseln der einzelnen Unternehmen, in denen eventuelle Leistungsausschlüsse geregelt sind.

Grundsätzlich hat das Nichttragen einer Warnweste jedoch versicherungstechnisch keine Auswirkungen, denn die Warnwestenpflicht ist eine reine Mitnahmepflicht. Zwar wird dringend dazu geraten, im Ernstfall die Warnweste nicht nur im Fahrzeug zu haben, sondern auch tatsächlich zu tragen, doch derzeit ist noch niemand gesetzlich dazu verpflichtet, eine Warnweste zu tragen. Dass Warnwesten das Unfallrisiko minimieren, ist vielfach nachgewiesen, deshalb sollte jeder im eigenen Interesse die Warnweste im Ernstfall auch nutzen.

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